Christi Himmelfahrt

Himmelfahrt 02“Hochfahren” ist derzeit ein beliebtes Signalwort: Bettenzahlen in den Klinken werden hochgefahren, Betriebe fahren ihr Tempo und ihre Kapazitäten hoch, “die Wirtschaft“ überhaupt. Allseits ist eine Steigerungslogik im Gang; es soll mindestens wieder dahin kommen, wo es schon war, und möglichst noch gesteigert…

„Hochfahren“ – wohin und mit welchem Interesse, mit „welchen Risiken und Nebenwirkungen“?

Im Bild vom „hochfahrenden Christus“ nahmen die biblischen Autoren zeitgenössische Erfolgs- und Siegesvorstellungen auf, um die Wucht des Osterglaubens zu unterstreichen: „Hoch in den Himmel“, also zu göttlichen Ehren und himmlischen Freuden. Noch 40 Tage nach dem österlichen Erdbeben waren für den Evangelisten Lukas die Bodenwellen der Auferstehung massiv spürbar, und erst am 50. Tag kommt es für ihn dann endgültig zum pfingstlichen Durchbruch. Die zeitliche Periodisierung des Geschehens dient der grundsätzlichen Gewichtung. Das ist die globale Inkraftsetzung der Lebensart Jesu: „Ich war fremd und ihr habt mich akzeptiert – oder auch nicht“ (vgl. Mt 25,35)…

„Hochgefahren bis in den Himmel" wird die gelebte Gottes- und Nächstenliebe hier auf Erden schon. Der „hochfahrende“ Christus wird zum Wegbereiter und Vorreiter gelebter Solidarität, und nicht zuletzt die gilt es hochzufahren.

               (Fragmente eines Artikels von G. Fuchs in Christ in der Gegenwart Nr. 20/2020)

Am Christi Himmelfahrtstag laden wir herzlich zu einem Besuch in den Kirchen des Pastoralverbundes ein. Heilige Familie Kamen geöffnet vormittags 09.30 – 12.00 Uhr und Sankt Marien Kaiserau geöffnet nachmittags von 15.00 – 17.00 Uhr. Ein Gebetsleitfaden für den Tag liegt in den Kirchen für Sie bereit.